Der Jahresabschluss 2020 zeigt, dass die Gemeinde Bingen das Haushaltsjahr insgesamt erfolgreich und solide bewältigt hat. Während im ursprünglichen Haushalt noch ein negatives Gesamtergebnis von 270.044 Euro eingeplant war, konnte tatsächlich ein positives Gesamtergebnis von 161.596,74 Euro erzielt werden. Damit wurde die Planung um mehr als 430.000 Euro übertroffen.
Zu diesem positiven Ergebnis trugen insbesondere geringere Aufwendungen bei. Vor allem bei den Sach- und Dienstleistungen fielen die Ausgaben deutlich niedriger aus als erwartet. Insgesamt konnten auf der Aufwandsseite Einsparungen von rund 356.000 Euro erzielt werden. Die ordentlichen Erträge lagen dagegen mit 6,73 Millionen Euro nahezu exakt auf dem geplanten Niveau.
Auch bei den Investitionen ergaben sich Abweichungen gegenüber der Planung. Mehrere größere Projekte konnten nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. Insbesondere der Rathausneubau verzögerte sich, wodurch sowohl Investitionsauszahlungen als auch die dazugehörigen Fördermittel später anfielen. Insgesamt wurden statt der geplanten 2,13 Millionen Euro Investitionen rund 1,49 Millionen Euro ausgezahlt.
Die finanzielle Situation der Gemeinde blieb dabei stabil. Neue Kredite mussten im Jahr 2020 nicht aufgenommen werden. Gleichzeitig wurden bestehende Darlehen planmäßig getilgt. Zum Jahresende verfügte die Gemeinde über liquide Mittel in Höhe von rund 1,22 Millionen Euro.
Im Fazit des Rechenschaftsberichts wird festgestellt, dass die Gemeinde Bingen das Haushaltsjahr 2020 deutlich besser abgeschlossen hat als ursprünglich erwartet. Mit dem erreichten Überschuss wurden die finanziellen Ziele übertroffen und eine solide Grundlage für die folgenden Haushaltsjahre geschaffen.
Der Gemeinderat hat den Jahresabschluss 2020 einstimmig festgestellt.